Einschlaftipps fürs Baby

Das Baby quengelt und schreit. Dabei ist es doch schon so spät, es wurde bereits gefüttert und gewickelt und nun sollte es doch nun endlich müde sein? Für viele junge Eltern kann es zu einer regelrechten Zerreißprobe werden, wenn ihr Baby nicht einschlafen will. Da Babys noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus wie ihre Eltern haben, ist es wichtig, sie zu einem solchen Rhythmus hinzuführen und sie sanft und zu regelmäßigen Zeiten zum Einschlafen zu bewegen. Doch was sollten Eltern beachten, damit das Einschlafen und Durchschlafen gelingt und welche Einschlaftipps gibt es für das Baby?

Eine Geduldsprobe zu Lasten der Gesundheit des Babys und der Eltern

Wenn das Baby nicht einschlafen will oder kann, so stellt dies für beide Parteien eine Geduldsprobe und eine damit einhergehende Stresssituation dar. Ausreichend und gesunder Schlaf sorgt dafür, dass das Baby fröhlich und ausgeglichen ist. Zudem ist der Schlaf bedeutend für die Gesundheit. Schlimmstenfalls treten infolge von Schlafmangel Entwicklungs- und Verhaltsstörungen beim Baby auf, denn der Schlaf ist für das Baby unter anderen eine wichtige Zeit zum Erholen, Regenerieren und zum Wachstum von Gehirn- und Nervenzellen. Weiterhin stärkt gesunder Schlaf das Immunsystem. Doch nicht nur für das Baby, sondern auch für die Eltern kann es problematisch werden, wenn ihr Baby nicht einschlafen will. Eltern werden dadurch zwangsweise wach gehalten. Das führt schnell zu Stress, denn auch die Eltern (insbesondere die Mutter, die bereits durch das Säugen ihres Kindes oft buchstäblich ausgezehrt wird) benötigen ihren täglichen Schlaf von mindestens 7 Stunden. Auf lange Sicht hin kann Schlafmangel bei den Eltern zu Energieverlust, einem geschwächten Immunsystem und damit Krankheiten führen.

Ursachen für Einschlafprobleme

Gerade junge Paare machen anfangs häufig noch Fehler. Sie wissen nicht, wie sie am besten reagieren sollen, wenn ihr Baby nicht einschläft. Doch wo liegen überhaupt die Ursachen für die Einschlafprobleme des Babys? Sie können unter anderen darin liegen, dass das Kind bereits übermüdet ist (bei zunehmender Übermüdung sind sie überdreht); dass es gar nicht müde ist, sondern Hunger hat oder dass es die Nervosität und Gereiztheit der Eltern spürt. Ein anderer Grund könnte sein, dass das Baby sich allein fühlt, weil sich die Mutter entfernt hat. Babys brauchen die Anwesenheit von mindestens einem Elternteil, damit sie sich behütet, beschützt und geborgen fühlen können, denn laut ihren Urinstinkten würden sie sterben, wenn sie in der Natur auf sich allein gestellt wären. Weitere Ursachen für Einschlafprobleme können in den Umgebungsbedingungen begründet sein. Dem Baby kann beispielsweise zu warm sein. Daher ist es wichtig, auf eine Raumtemperatur zwischen 16 und 20 °C zu achten und das Baby nicht mit Heizdecken, Schlaffellen, einer Schlafbekleidung und einem Kopfkissen (damit kann es keine überschüssige Wärme abgeben) zu überhitzen. Doch auch zu viele Geräusche und ein zu heller Raum, eine unbequeme Schlafposition (z. B. auf dem Bauch, wodurch das Baby Atemprobleme bekommen kann) können umgebungsbedingte Ursachen für Einschlafprobleme sein.

Schlafrituale – gewohnte Abläufe fördern das Einschlafen

Feste Schlafrituale gelten als Grundbaustein, um das Baby zum Einschlafen zu führen. Dadurch kann es sich auf den bevorstehenden Schlaf einstellen. Solch ein Schlafritual sollte immer zur gleichen Zeit und auf die gleiche Art und Weise durchgeführt werden. Außerdem sollte es immer im Schlafzimmer enden bzw. in dem Raum, in dem das Baby schlafen soll. Das kann beispielsweise so aussehen: das Baby abends füttern, dann aufstoßen lassen, es waschen, noch einmal wickeln, es ins Bett legen, eine Spieluhr abspielen lassen und dem Baby schließlich einen Gute-Nacht-Kuss geben. Werden die Schlafrituale regelmäßig durchgeführt, so weiß das Kind immer, wann es Schlafenszeit ist. Doch manchmal werden trotzdem noch Einschlaftipps benötigt, da sich das Baby mit einem Ritual allein nicht zufrieden gibt.

Die effektivsten Einschlaftipps

Einschlaftipps gibt es beinahe wie Sand am Meer, allerdings sind nicht alle dieser Einschlaftipps wirklich effektiv. Daher kann es für Eltern entscheidend sein, unter den vielen Einschlaftipps, die wirksamsten für sich und ihr Baby auszuwählen. Grundvoraussetzungen für das Einschlafen sind meist schwaches Licht und Ruhe. Sind diese gegeben, so sollten die bekannten Einschlaftipps auch wirklich wirkungsvoll sein. Besonders bewährt haben sich Schlaflieder. Die sanfte Stimme der Mutter wirkt beruhigend und der langsame Rhythmus der Lieder wirkt überaus entspannend auf die Babys. Auch das Vorlesen aus einem Märchenbuch oder das Erzählen einer Geschichte mit einer leisen und ruhigen Stimme wirken wie hypnotisch auf das Kind und es fällt schnell in einen tiefen Schlaf. Zu weiteren Einschlaftipps gehören das Abspielen von leiser Musik oder von Mutterleibsgeräuschen (dazu gibt es spezielle Audioaufnahmen), das Wiegen des Babys auf den Armen (gleichmäßige Bewegungen vermitteln ihm ein Gefühl der Sicherheit), das Streicheln des Kopfes oder das Handauflegen auf die Stirn. Sollte das Kind noch zu viel Energie vor dem Zubettgehen besitzen, so ist es ratsam, es noch einmal richtig austoben zu lassen, damit es müde wird. Ebenso wirksam kann es auch sein, das Baby vor dem Schlafengehen noch einmal zu füttern – mit einem gefüllten Magen schläft es sich ja bekanntlich besser.

Einschlafhilfen: Kuscheltier, Kuschelkissen und Co

Neben den Einschlaftipps gibt es jedoch auch noch einige Einschlafhilfen, die Eltern zusätzlich herbeiziehen können. Dazu gehören natürlich die bekannten Kuscheltiere. Ein Kuscheltier muss nicht unbedingt flauschig und weich sein. Meistens sind die Babys recht wählerisch und wollen immer nur ein einziges Kuscheltier haben, ihr Lieblingskuscheltier also, in dessen Anwesenheit sie sich nicht allein fühlen, sondern gut aufgehoben und beschützt. Viele Babys mögen auch so genannte Schnuffeltücher oder Kuschelkissen. Ganz besonders beliebt werden diese, wenn sie den Geruch der Mutter annehmen – dann riechen sie vertraut. Es gibt jedoch auch andere Einschlafhilfen, die Erwachsene manchmal zurate ziehen und die auch bei Babys herbeigezogen werden können. Dazu zählen unter anderen ätherische Öle, ein kleines Lavendelkissen im Bett, Bachblüten oder auch einfach das Genießen eines warmen Bades (Wärme macht schläfrig).

Rhythmus, Ruhe, Vertrautheit und das Gefühl der Sicherheit: die Komponenten zum Einschlafen

Um negative gesundheitliche Auswirkungen zu umgehen, ist es wichtig, dass das Baby als auch die Eltern genügend und regelmäßigen Schlaf erhalten. Zu den wichtigsten Faktoren, die das Einschlafen zwar nicht garantieren, aber die Chance dafür bedeutend verstärken, gehören: ein Tag-Nacht-Rhythmus, eine ruhige und abgedunkelte Umgebung, das Gefühl von Sicherheit und Schutz sowie vertraute Schlafrituale.

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