Erste Hilfe für Babys – Rettende Maßnahmen bei Kindern

Bild Erste Hilfe Koffer
Einen Erste Hilfe Koffer sollte man immer parat haben.

Erste Hilfe: Baby. Die häufigsten Unfälle mit Kindern oder Babys passieren Daheim. Sowohl im Garten wie auch im Innern der Wohnung und nur ein Drittel der Unfälle ist im Straßenverkehr zu verzeichnen. Mütter und Väter sind in der Regel dann die ersten Helfer, die im Notfall schnell und ohne zu überlegen eingreifen bzw. helfen müssen. Umso wichtiger ist Tatsache, dass Eltern als Ersthelfer wissen sollten, was zu tun ist, denn Rettungswagen und Notarzt benötigen im Allgemeinen bis zum Eintreffen zwischen 5 und 8 Minuten.

Was ist zu tun, wenn die Luft beim Baby oder Kleinkind aussetzt?

Sobald die Luft beim Baby oder Kleinkind wegbleibt, ist sofortiger Handlungsbedarf erforderlich, ohne dass es dabei zu Verzögerungen kommt. In der Regel handelt es dann nicht mehr nur um ein Verschlucken, sondern ein Gegenstand blockiert die Luftzufuhr. Zu retten ist das Baby dann nur noch mit schnellen Hilfsmaßnahmen. Sollte das Baby husten, so lässt man es gewähren, da die automatische Hustenfunktion des Körpers noch immer einer der besten Maßnahmen ist, um die Luftzufuhr wieder frei zu bekommen.

Gegenstände entfernen, um ein Ersticken zu verhindern

Das Baby wird dann im Sitzen des Nothelfers über die Knie gelegt, sodass der kleine Körper mit dem Gesicht zum Schoß liegt. Das kleine Antlitz sollte mit der Hand des Helfers gestützt werden. Dann beginnt die schwerste Aufgabe für den Helfer, denn er muss mit Druck, aber sanft dem Baby auf die Mitte des Rückens schlagen. Viermal sollten in aller Regel genügen, um die Blockade wieder zu lösen.

Die Wiederbelebung beim Baby

Bild 112
Notrufnummer 112 gilt europaweit

Grundsätzliche sollte ein Notruf an die 112 abgesetzt werden. Informieren Sie die Leitstelle was, wann, wo und wie passiert ist. Und vergessen Sie nicht das Alter des Babys oder Kleinkinds zu nennen, damit das Rettungsteam schon vor dem Eintreffen die Situation einschätzen kann.
Es wird gefährlich sobald sich die Lippen des Kindes bläulich verfärben, dann sofort gehandelt werden. Für Reanimationsmaßnahmen zu ergreifen, bis die Helfer vor Ort eintreffen ist es wichtig zunächst die sichtbaren Blockaden aus dem Atemweg zu entfernen. Der Ersthelfer vor Ort kniet dann zum Baby im rechten Winkel und hält die Stirn des Kindes stützend in einer Hand und mit der anderen wird die Lage von Rücken und Nacken gestützt. Der Kopf beim Baby wird dann behutsam nach hinten gedrückt, um zunächst die Atemwege zu befreien.

Maßnahmen bei der Wiederbelebung

Tasten Sie die Mitte des Brustbeins ab und ziehen Sie in indirekt in Gedanken eine Linie zwischen den Warzen der kleinen Brust. Mittig werden Mittel- und Zeigefinger punktuell auf diese Stelle gedrückt, um das kleine Brustbein beim Baby einzudrücken. Diese Vorgehensweise muss mindestens 30-mal hintereinander schnell ausgeführt werden. Bleibt eine Reaktion beim Baby weiterhin aus, so wird die Nase mit der einen Hand zugehalten und der Helfer pustet seinen Atem direkt in den Mund des Kindes. Die Wiederholung des Zyklus mit Beatmung und Drücken wird so lange durchgeführt bis fachkundige Helfer am Unfallort eintreffen und die Rettung übernehmen können.

Wer Kinder hat, muss reagieren können

Bild DRK Logo
Das DRK bietet erste Hilfe kurse für Kleinkinder und Babys an

Beim DRK und Kliniken vor Ort oder anderen Rettungsdiensten besteht im Allgemeinen mehrmals im Jahr die Möglichkeit an einem Eltern Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen. Eine Chance, um das Leben ihres Kindes im Notfall retten zu können. Hier lernen die Eltern Schritt für Schritt wichtige Rettungsmaßnahmen. Geschulte Fachleute vermitteln den Eltern nicht nur Sicherheit, sondern zeigen und trainieren zusammen mit den Teilnehmern die wichtigsten und routiniertesten Handgriffe, die im Notfall eingesetzt werden. Nicht nur Eltern sollten solche Kurse besuchen, sondern auch Großeltern, Tanten und Verwandten sowie alle, die Kleinkinder und Babys beaufsichtigen, um im Notfall, ohne Zeitverzögerung die ersten rettenden Maßnahmen ergreifen zu können.

Fazit: Bleiben Sie ruhig und verfallen bitte nicht in Panik, denn nicht nur die in Not geratenen Kinder spüren es, sondern auch die eigne Handlung wird verzögert und im schlimmsten Fall blockiert.

Bildquellen:
Pixabay.com
By EuropeDirect (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
By Deutsches Rotes Kreuz [Public domain], via Wikimedia Commons

Schreibe einen Kommentar