Geburtsverletzungen

Viele Frauen haben Angst vor Geburtsverletzungen und befürchten, dass die Geburt dauerhafte Beeinträchtigungen im Liebesleben nach sich zieht. Doch dies ist nicht der Fall, da die meist kleinen Verletzungen keine dauerhaften Folgen und Schmerzen nach sich ziehen. Meist tritt eine Geburtsverletzung auf, wenn die Geburt sehr spontan beginnt und das Kind sich seinen Weg schnell durch den Geburtskanal bahnt. Auch bei sehr großen Neugeborenen, oder Kindern die nicht gerade aus dem Geburtskanal kommen, kann ein Dammriss die Folge sein. Die moderne Medizin lässt diesen vermeiden, in dem bereits kurz vor der Niederkunft ein kleiner Dammschnitt vorgenommen wird. Von Verletzungen können sowohl die äußeren, als auch die inneren Genitalien betroffen sein. In Folge einer Spontangeburt oder sehr heftigem Pressen, können nicht nur der Damm, sondern auch die Gefäße im Geburtskanal oder am Muttermund reißen und zu starken Blutungen führen.

 

So äußern sich Geburtsverletzungen

Zu Verletzungen bei der Geburt kann es in einigen Fällen kommen. Da die Geburt im Krankenhaus unter medizinischer Aufsicht vonstatten geht, wird der Arzt bei der Befürchtung einer schwierigen Geburt mit Verletzungsrisiko dazu tendieren, vorbereitende Maßnahmen zu ergreifen und beispielsweise einen kleinen Dammschnitt vornehmen. Auch ein Hämatom zählt zu den Verletzungen bei Geburten. Starkes Pressen lässt Gefäße reißen und kann, je nach Intensität, die Ursache äußerer oder innerer Blutungen sein. Das Hämatom wird nicht immer sofort erkannt und vor allem bei leichten Blutungen oftmals übersehen. Schmerzen beim Toilettengang sind nach einer Entbindung ernst zu nehmen, da diese auf ein Hämatom hinweisen können. Eine chirurgische Behandlung und häufig eine Entfernung des Hämatoms ist notwendig, um ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Sie sollen sich nicht auf eine alleinige Linderung der Symptome verlassen, sondern in jedem Fall den behandelnden Arzt aufsuchen und die Ursache abklären, sowie eine geeignete Therapie einleiten lassen. Ein Labien- oder Scheidenriss tritt ebenfalls bei vielen Geburten auf. Auch hier liegt die Ursache im starken Druck durch das Pressen, sowie dem eigentlichen Geburtsvorgang. Sehr eng gebaute Frauen werden eher von Geburtsverletzungen betroffen sein als Frauen, die bereits ihr zweites oder drittes Kind erwarten. Diese Risse werden sofort erkannt, da sie starke Blutungen verursachen. Eine sofortige Behandlung nach der Geburt wird durchgeführt und ist notwendig, da die Schmerzen beim Wasserlassen, sowie das Risiko von Entzündungen bei einem nicht behandelten Riss enorm ansteigen.

 

Eine positive Einstellung und Training schützen vor Geburtsverletzungen

Auch ein Dammriss, sowie das Einreißen des Muttermundes können in Folge einer Geburt auftreten. Was beim Zuhören schlimm und schmerzhaft klingt, lässt sich durch eine positive Einstellung zur Geburt, sowie eine Anleitung der Hebamme in den meisten Fällen vermeiden. Bei Geburten sind die inneren und äußeren Genitalien einer starken Beanspruchung ausgesetzt. Diese muss vorbereitet werden, wobei Beckenbodengymnastik hilft und für eine maximale Dehnbarkeit sorgt. Je größer die Angst vor Geburtsverletzungen ist, umso mehr erhöht sich auch das Risiko für Sie als werdende Mutter. Durch Ihre Ängste verkrampfen Sie und wirken der natürlichen Öffnung und Dehnung während des Geburtsvorgangs entgegen, wodurch Sie ein höheres Risiko für Verletzungen begünstigen und sich so anspannen, dass ein Riss in Folge auftreten kann. Die Hebamme wird Sie im Vorfeld beraten und Ihnen dabei helfen, die Ängste zu nehmen und eine positive Einstellung zur Geburt zu bekommen. Immer mehr Frauen tendieren zu einem sofortigen Kaiserschnitt und möchten dadurch das Risiko von Verletzungen auf dem normalen Geburtsweg vermeiden. Doch ist ein Kaiserschnitt ohne Grund nicht ratsam. Hierbei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der Ihnen nicht nur einen einprägsamen Moment in Ihrem Leben nimmt, sondern auch von der Natur nicht für eine Geburt vorgesehen ist. Hat sich Ihr Kind normal entwickelt und einer natürlichen Geburt steht nichts im Wege, sollten Sie nicht aus wenig nachvollziehbaren Gründen und der Angst vor einer Verletzung, zum Kaiserschnitt tendieren und sich, sowie Ihr Baby dem Risiko einer Operation aussetzen.

Die Geburt kann etwas sehr schönes sein und wird ohne Verletzung ablaufen, wenn Sie sich im Geiste öffnen und mit vorherigem Training den Gang in die Klinik antreten. Durch die umfassende medizinische Betreuung, sowie Tipps und Hilfe von der Hebamme vor Ort, müssen Sie keine Angst vor einer Geburtsverletzung haben und können sich der neuen Erfahrung mit einer positiven Wahrnehmung stellen. Sollte es doch zu einer Verletzung kommen, sind Sie in der Klinik in guten Händen.

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