Ungewollt schwanger- was nun? Wie geht es weiter?

Ungewollt schwanger- was nun? Wie geht es weiter?
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Es ist besonders für junge Frauen oder Frauen im Berufsleben manchmal eine schwer zu verarbeitende Nachricht, wenn der Frauenarzt ihnen mitteilt, dass sie schwanger sind und eine ungeplante Schwangerschaft vorliegt. Welche Wege kann man einschlagen, wenn man unvorbereitet auf diese Lebensphase trifft? Einige Gedanken dazu sollen bei der Entscheidungsfindung helfen.

Ungeplante Schwangerschaft

Auch wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, kann eine vernünftige Planung dem Kind ein gesichertes Leben in seiner Familie schenken. Alleinerziehende bekommen vom Jugendamt Unterstützung, sowohl in beratender als auch bei Bedarf in materieller Form. Ein Gespräch mit den Mitarbeitern zeigt Lösungswege auf, wie der Lebensunterhalt des Kindes auch bei Sorgestreit und bei Bedarf von Vaterschaftsanerkennung abgesichert wird. Ein Beistand hilft bei amtlichen und rechtlichen Problemen.

Freigabe zur Adoption

Wenn die junge Mutter ihr Kind nicht selbst aufziehen kann oder will, ist auch über eine Freigabe zur Adoption dem Baby zu helfen. Ansprechpartner hierfür ist wieder das Jugendamt. Viele adoptionswillige Familien warten auf ein Kind. So kann man dem eigenen Kind ein Leben in einer kinderlieben Familie schenken und auf eine Abtreibung verzichten. Häufig werden minderjährige Mütter oder psychisch kranke Mütter mit dieser Situation am besten zurechtkommen, vor allem, wenn die Schwangerschaft bereits weiter fortgeschritten ist und die gesetzlich vorgegebene Frist bis zur 14. Schwangerschaftswoche für einen Abbruch überschritten wurde.

Pflegefamilien für zeitweise Unterbringung

Eine zeitweise Unterbringung des Kleinkindes kann auch in einer Pflegefamilie gewährleistet werden. Dabei arbeiten häufig die erfahrenen Pflegemütter mit den jungen Müttern zusammen und leiten diese im Umgang mit ihrem Kind an. Über diese Regelung berät das Jugendamt und dort liegt auch die Pflicht zur fachlichen Betreuung während solcher Maßnahmen. Ein Hilfeplan beschreibt den gemeinsam mit Eltern, Pflegeeltern und Sozialarbeitern beschlossenen Rahmen zur Unterstützung der jungen Mutter und wird bei Bedarf auch neu festgesetzt. Dabei wird zwischen vielen Formen der Pflege unterschieden, von der Kurzzeitpflege bis zur Dauerpflege können alle Abstufungen und Absprachen individuell beschlossen werden, je nach Bedarf der jungen Familie.

Eine Tagesmutter als Unterstützung für junge Mütter nach der Schwangerschaft

Die stundenweise Unterbringung des Kindes bei einer Tagesmutter kann als Maßnahme zur Unterstützung der jungen Mutter dienen. Für Mütter in Ausbildung oder in einem Beruf ist diese Möglichkeit ein positiver Lösungsansatz um das Leben mit dem Baby leichter organisierbar zu gestalten. Die flexiblen Angebote der Tagesmütter sind eine gute Lösung für Mütter, die sich ein eigenes erfülltes Leben, die Chance auf eine gute Ausbildung oder die Möglichkeit auf einen guten Arbeitsplatz erhalten wollen.

Ungewollt schwanger: Beratung wahrnehmen bei ungewollter Schwangerschaft

Wer ungewollt schwanger wird, sollte sich unbedingt alle Lösungswege vorzeigen lassen, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden, die unwiderrufbar sind. Eine Beratung bei einer anerkannten Institution ist Pflicht für Abbruchwillige und zeigt alle Aspekte auf, die positiv oder negativ ins Gewicht fallen im ganz individuellen Fall. Ob die Schwangerschaft abgebrochen oder ausgetragen werden soll, muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Schwanger sein bedeutet immer auch körperliche Einschränkungen, die das Leben der Mutter beeinträchtigen. Das ungeborene Leben und seine Ansprüche an sein Umfeld werden sich auf die Lebensweise der Mutter enorm auswirken. Deshalb sollte jede Frau, die schwanger ist, sich die Zeit nehmen, eine gut durchdachte Entscheidung zu treffen. Eine fachliche Beratung vom Arzt zu den gesundheitlichen Aspekten ist der erste Ansatz, danach ist die Beratung über einen eventuellen Abbruch der Schwangerschaft eine vernünftige Lösung. Die Nachricht, ungewollt schwanger zu sein, ist für viele Frauen ein Schock, der erst verwunden werden muss. Mit Gesprächen über die gewünschte Lösung kann man sich das nötige Fachwissen und die Unterstützung holen, ganz gleich, welchen Weg man einschlägt. Eine psychologische Beratung ist besonders auch für Frauen sinnvoll, die sich mit dem Gedanken an einen Abbruch tragen. Auch dieser Schritt kann für die Frau, die schwanger war, schwerwiegende Folgen haben. Eine Aufklärung über alle zu erwartenden Risiken schützt vor übereilten Entschlüssen und hilft, verantwortungsvoll zu handeln.

Bildquelle: Schwangerschaft / flickr

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