Wie Sie die Wohnung kindersicher machen

Bekanntlich passieren die meisten Unfälle im eigenen Haushalt. Sobald ein Kind zu krabbeln oder gar zu laufen beginnt, ist dies natürlich sehr erfreulich, allerdings bringt dies auch einige neue Risiken mit sich. Denn natürlich erkunden die Kleinen gerne die Wohnung und sind somit auch einigen eventuellen Gefahren ausgesetzt: Geöffnete Fenster, heiße Herdplatten oder auch elektrische Kabel sind Dinge, die zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führen können.
Alleine in Deutschland müssen jedes Jahr 1,7 Mio. Kinder ärztlich behandelt werden, was vor allem auf mangelnde Aufsicht im Haushalt zurückzuführen ist. Besonders Kleinkinder und Babys sind hier betroffen – soweit sollte man es in keinem Fall kommen lassen.

Wo passieren die meisten Unfälle?

Statistisch gesehen geschehen die meisten Unfälle im eigenen Kinderzimmer, doch auch Treppenhäuser und Küchen sind risikoreiche Gebiete. Rund 50 % aller Kinderunfälle sind Stürze aus einer gewissen Höhe, aber auch Verbrennungen, Vergiftungen, Verbrühungen oder Schnittverletzungen kommen häufiger vor, als man glauben mag.
Das Hauptproblem ist hierbei meist, dass die Kinder selbst noch kein Bewusstsein für Gefahren haben, unachtsam oder einfach etwas tollpatschig sind.
Aus diesem Grund ist es umso wichtiger für Eltern, die Wohnung kindersicher zu machen und bestmögliche Risikoprävention vorzunehmen – schließlich geht es um das Wohl des eigenen Kindes.

Tipps und Regeln für den sicheren Umgang mit Kindern zuhause

Es gibt einige Basics, über die Eltern Bescheid wissen sollten, um dem Kind maximale Sicherheit zu gewährleisten. So ist es unabdingbar, das Kind niemals (!) unbeaufsichtigt zu lassen – das gilt für alle Bereiche des Hauses vom Wickeltisch über die Küche bis hin zum Bad. Für Risikozonen wie Treppen oder Öfen gibt es spezielle Verriegelungen, damit Kinder keinen Zugang dazu haben. Auch Rauchmelder oder Abdeckungen für Steckdosen sind eine lohnenswerte Investition, die nicht zuletzt ein sicheres Gefühl vermittelt.
Eltern sollten sich die Zeit nehmen, ihren Kindern ausführlich und anschaulich zu erklären, aus welchem Grund etwas gefährlich ist – wie zum Beispiel, warum Gegenstände heiß oder Messer scharf sind. Bevor ein Kind sich überhaupt an einen heißen Herd heranwagt, kann auch eine kleine, ungefährliche „Schocktherapie“ helfen, um den Begriff „heiß“ verständlich zu machen: Lassen Sie das Kind unter Aufsicht einmal eine heiße Teekanne anfassen, damit es ein Gefühl dafür bekommt.
Je nach Alter sollten nicht ganz ungefährliche Dinge gemeinsam mit dem Kind geübt werden, dazu gehört beispielsweise das Anzünden von Kerzen oder das Schneiden mit der Schere.

Beim Kauf von Spielzeug sollte prinzipiell darauf geachtet werden, dass diese das CE-Zeichen tragen. Dieses Prüfzeichen garantiert, dass das Kind einen sicheren Umgang mit dem Spielzeug hat und sich selbst keinerlei Gefahren aussetzt, während es sich damit beschäftigt.

Kindersicherheit im Haushalt – wichtige Tipps und Tricks

Für ein Höchstmaß an Kindersicherheit gibt es einige Dinge, mit denen man den Haushalt zu einer sicheren Zone machen kann. So existieren für Steckdosen beispielsweise besondere Sicherungen, die sich verschließen, sobald ein Stecker abgenommen wird. Auch Schutzkappen, mit denen eine Steckdose komplett abgedeckt wird, können erworben werden. Fenster und Balkontüren sowie auch Schranktüren- und Schubladen können ebenfalls mit speziellen Griffen gesichert werden, damit das Kind diese nicht von alleine öffnen kann. Klettert das Kind gerne, so lohnt es sich, Regale und andere wackelige Möbel fest zu verankern, damit wirklich nichts umfallen kann.

Unterschätzt werden recht häufig auch Tischdecken: Wenn sich das Kind daran festhält oder an ihr zieht, werden mitunter Geschirr oder heiße Getränke mit heruntergerissen, was zu schweren Verletzungen führen kann. Daher sollten Kannen oder heiße Speisen möglichst in der Mitte des Esstisches platziert werden. Weiterhin sollte auf giftige Zimmerpflanzen verzichtet werden, da Kinder bekanntlich gerne aus Neugier Dinge in den Mund nehmen.
Mit diesen Tipps wird das Zuhause in jedem Fall kindersicher und man muss sich keine Sorgen mehr machen.

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